Pesto Radieschengrün Zubereitung
selbermachen

Pesto Liebe

Auf der Suche nach veganen Brotaufstrichen, die schmecken, bin ich zu Pestos gekommen. Schnell gemacht und superlecker stelle ich hier meine Lieblinge vor.

Ich bin zwar kein Veganer, aber trotzdem immer auf der Suche nach veganen oder vegetarischen Alternativen zum uns anerzogenen „Käse-und-Wurst-aufs-Brot“. Das hat hauptsächlich zwei Gründe:

  1. Ich bin kein Fan von industrieller Tierhaltung und möchte diese auch nicht unnötig unterstützen, und
  2. Möchte ich meiner Familie kein Fleisch verbieten.

Also versuche ich vegane und vegetarische Alternativen zu finden, die uns allen so gut schmecken, dass sie eine echte Alternative darstellen. Und wenn sie dem geneigten „Fleischfresser“ zumindest gelegentlich ein oder zwei Scheiben Wurst einsparen, dann hat auch das schonmal einen Beitrag geleistet.

Pestos sind da eine leckere Option: zum einen sind sie sehr gesund, da frische Kräuter und Gemüse verwendet werden. Zum anderen sind sie auch sehr vielfältig: nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch als Zutat in Suppen und Saucen, oder direkt zur Pasta sind sie eine leckere Alternative.

Im Puncto Nachhaltigkeit haben sie neben der besseren CO2 Bilanz aber noch mehr auf dem Kasten: sie sind ein wichtiger Bestandteil in Zero Waste Küche. Viele Pflanzenteile die wir oft wegwerfen, können als Pesto noch super verwendet werden. Ein Beispiel dafür ist Radieschengrün. Radieschengrünpesto ist eines meiner absoluten Favourites. Es schmeckt super frisch und saftig und ich kann auch noch sinnloses wegwerfen von Lebensmitteln vermeiden. Das fühlt sich gleich doppelt gut an!

Für Gartenbesitzer und Balkongärtner kann ich auch sehr Sauerampfer und Rucola fürs Pesto empfehlen. Beides ist total pflegeleicht, wächst superschnell nach und kann eigentlich ständig geerntet werden. Beide gehören zu meinen absoluten lieblings Pestos. Megalecker direkt aufs Butterbrot, ins Sandwich oder als Starter zu ein paar Scheiben Weißbrot. Der Knaller für Grillpartys! Ruccola Pesto passt auch super zu weißem Fisch.

Pesto Radieschengruen im Glas

Ich habe Euch hier mal ein Grundrezept zusammengestellt. Ihr könnt variieren und ausprobieren: Statt den heimischen Sonnenblumenkernen kann man auch geröstete Pinienkerne oder andere Saaten verwenden. Gerne könnt ihr auch noch etwas Parmesan dazu geben, das gibt einen kräftigeren Geschmack, nimmt aber teilweise die Frische der Blätter etwas raus. Pfeffer passt auch immer gut rein – allerdings Vorsicht beim Ruccola, der ist manchmal eh schon recht scharf. Am Besten ihr probiert einfach mal das Grundrezept aus, dann wisst ihr wie es schmeckt und könnt kreativ überlegen was für Euch am Besten dazu passt.

Das braucht ihr dazu:

  • 75 g Radieschengrün (das ist etwa von 1 Bund Radieschen)
  • 2 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Prise Salz
  • Etwas Olivenöl

So gehts:

Radieschen einfach am Bund und am Besten in Bio-Qualität kaufen, oder den Händler fragen ob sie gespritzt wurden. Wichtig ist, dass das Grün frisch und zart ist, leicht welke Blätter sind auch noch okay, was aber gar nicht geht sind sehr feste, holzige Blätter. (Manchmal gibt’s das auch …)

Die Radieschen vom grün entfernen, gut waschen und eventuell die Stängel von den Blättern abschneiden. Am Besten ihr probiert sie mal, sind sie holzig kommen sie weg, meistens sind sie aber zart genug um mit ins Pesto zu wandern.

Wenn ihr einen professionellen Mixer habt, der auch Kräuter zerkleinert, dann könnt ihr einfach Sonnenblumenkerne, Knoblauch und Radieschengrün reinwerfen und losmixen. Danach fügt ihr so viel Olivenöl zu, dass die Konsistenz schön cremig ist. Achtung: Olivenöl hat einen starken Eigengeschmack und kratzt im Hals wenn ihr zu viel dran macht, also vorsichtig dazugeben! Danach mit Salz abschmecken, fertig!

Wenn ihr euer genaues Mass gefunden habt, dann schreibt es euch einfach auf und das nächste Mal kann alles direkt in den Mixer 🙂

Arbeitet ihr mit einem Pürierstab, dann schneidet das Radieschengrün klein, gebt etwas Öl, den Knoblauch und einen Teil des Grüns in ein kleines, hohes Mixgefäss und zerkleinert alles bis ihr eine gleichmässige Masse habt, dann die Sonnenblumenkerne dazugeben und mixen, dann nach und nach das restliche Grün. Ist die Masse zu trocken, dann fügt noch etwas Olivenöl hinzu. Zum Schluss mit Salz abschmecken und in ein sauberes Gläschen füllen.

Das ganze hält sich locker eine Woche im Kühlschrank. Viel Spass damit und lasst mir gerne eine Kommentar da ob es geklappt hat.

Mehr zum Thema nachhaltiges Essen gibts hier: https://nachhaltig4u.de/wie-kann-ich-nachhaltiger-essen/

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