einfach nachhaltiger leben
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Einfach nachhaltiger leben

Hast du dir auch schon öfter gedacht, dass du allein die Welt nicht retten kannst? Egal wie nachhaltig du lebst? In diesem Artikel zeige ich euch warum das Unsinn ist und wie du ohne großen Aufwand nachhaltiger leben und dich damit besser fühlen kannst!

Was heißt eigentlich nachhaltiger leben?

Bevor es losgeht vielleicht erst einmal ein kurzer Blick in die Theorie: was bedeutet eigentlich nachhaltig leben? Der Duden beschreibt Nachhaltigkeit als:

Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“                                                                              

Der Duden

Für uns und unser tägliches Leben kann das alles bedeuten – oder nichts. Wenn wir danach leben wollen, dann ist das ein große Aufgabe. Aber wie jede große Reise beginnt auch diese mit einem ersten Schritt. Und dieser erste Schritt ist ganz einfach: nachdenken!

Nachdenken über das was wir tun, warum wir es tun, und ob es nicht auch anders geht. Besser geht. Oder nachhaltiger geht.

Muss ich mit dem Auto fahren, oder kann ich das Rad nehmen? Werfe ich die Tüte weg, oder kann ich sie nochmal verwenden? Kann ich mit weniger Chemikalien putzen? Muss ich eine neue Flasche kaufen oder gibt’s ein Nachfüllpack? Brauche ich das neue Teil wirklich? Kann ich bessere Produkte einkaufen?

Keiner von uns wird über Nacht zum Nachhaltigkeits-Helden. Wir alle leben in unserer Welt mit unseren Verpflichtungen, Tagesabläufen, Zwängen und Routinen. Nicht alles lässt sich von heute auf morgen auf den Kopf stellen. Und das macht auch keinen Sinn. Wer alles auf einmal umschmeißt wird wahrscheinlich bald wieder aufgeben. Denn im Familienalltag ist es nicht realistisch ein normales Leben aufrecht zu erhalten und gleichzeitig alles zu ändern.

Haben wir einmal angefangen uns im Alltag zu hinterfragen, kommen die Lösungen oft ganz von allein. Es wird Dinge geben die du vielleicht nicht sofort umsetzt und andere Dinge, die dir total leicht fallen. Und vielleicht merkst du auch bald dass du dich ein bisschen besser fühlst, wenn du etwas tust, was sich einfach richtig anfühlt.

Wichtig ist, dass jeder noch so kleine Schritt zählt. Denn jeder erste Schritt führt zum Zweiten, jeder Zweite zum Dritten… Es gibt hunderte verschiedener Ansatzpunkte für ein nachhaltigeres Leben. Und am Ende ist es total einfach – weil man fast überall anfangen kann.  

Warum wir es oft nicht tun

Wenn es so einfach ist, warum tun wir es dann nicht? Und die Antwort ist noch einfacher: weil wir es nicht gelernt haben. Die meisten von uns haben das, was sie heute täglich tun von ihren Eltern gelernt. Wie und was man einkauft, vielleicht wie man kocht und backt – und welche Produkte man dazu verwendet, ob man Rad fährt oder Auto und so weiter. Und genau so muss das auch sein. Kinder lernen die so die wesentlichen Dinge, um selbst überlebensfähig zu sein.

Nun ist es aber so, dass bei unseren Eltern die Situation eine ganz andere war. Viele Möglichkeiten die wir jetzt haben, waren damals einfach noch nicht gegeben. Das Auto war nicht nur unheimlich wertvoll im Alltag, sondern auch oft ein echtes Statussymbol. Mittlerweile kann man oft auch ohne eigenes Auto – mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, Mietwagen etc. gut leben. Doch oft steckt es einfach als „normal“ in unserem Kopf. Man muss halt ein Auto haben…

Ein weiteres Thema das wir von unseren Eltern lernen ist das Thema einkaufen: Im Jahr 1985 führte ein durchschnittlicher Supermarkt in Deutschland ca. 4000 Artikel, in 2020 sind es im Schnitt 12.000. In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Importe knapp verfünffacht. Das bedeutet, dass die Zahl an Produkten, die uns zum Kauf zur Verfügung stehen, immer größer wird. Damit haben wir nicht nur immer mehr Auswahl, sondern auch mehr Entscheidungsmacht. Wir entscheiden was wir kaufen, welche Unternehmen von unserem Geld profitieren und welche Art von Produkten wir mit unserem Einkauf unterstützen.

Vielleicht interessiert es nun einen Großkonzern nicht unbedingt ob ich meine Cornflakes bei ihm kaufe oder nicht. Für mich macht es jedoch sehr wohl einen Unterschied wem ich mein Geld gebe! Denn ich entscheide damit ob es dazu verwendet wird, Menschen auszubeuten und die CO2 Produktion zu steigern oder ob es die Herstellung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur fördert und Plastikmüll vermeidet.

Wo fange ich an?

Jeder von uns kann einen Beitrag leisten. Und wenn du heute entscheidest immer einen Stoffbeutel dabei zu haben und keine Plastiktüten zum Einkauf mehr zu verwenden, dann macht das einen Unterschied: Wenn Du 4 Plastiktüten pro Woche sparst, dann sind das 16 im Monat, 208 im Jahr und weil Du das ja immer so machst, musst Du gar nicht weiter drüber nachdenken dass das in 10 Jahren locker 2000 Tüten sind, die Du gespart hast. Und 2000 sind eine ganze Menge!

Also fang doch erstmal beim Einkaufen an. Nimm deinen Jutebeutel oder Einkaufskorb, geh in den Supermarkt und leg los:

Wenn du eine Familie hast und daher regelmäßig kochst, putzt, wäschst und einkaufst, kannst du viel bewegen. Und vieles fängt damit an, was und wie du einkaufst. Um nachhaltiger zu leben kannst du einfach mal anfangen darauf zu achten was du kaufst und wie du damit nachhaltiger leben kannst:

  • Gibt es mein Produkt auch von einem lokalen Hersteller? (CO² sparen)
  • Wenn nicht – ist es fair gehandelt? (Ausbeutung in armen Ländern stoppen)
  • Gibt es das Produkt mit weniger Verpackung? (Plastikmüll vermeiden / Energie sparen)
  • Gibt es das Produkt als „Bio“? (Nachhaltige Landwirtschaft unterstützen)

Wenn du dir also beim nächsten Einkauf ein bisschen Zeit mitnimmst und mal kritisch unter die Lupe nimmst was in den Wagen kommt, dann wird dir sicher einiges auffallen was man „besser“ kaufen kann. Probiers doch einfach mal aus – und teile gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren!

 

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Author

info@nachhaltig4u.de

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